Augen Akkomodieren - Augenübungen und Sehübungen - Akkomodationsübung

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Augentraining Übung 6 - Akkomodieren

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Akkomodationsübung

 

Diese Akkomodationsübung gehört zum Bereich Augen- und Blickübungen des ganzheitlichen Sehtrainings. Wichtig dabei ist, wie bei allen Sehübungen, die Atmung!

Beim Akkomodieren geht es darum, Gegenstände in verschiedenen Entfernungen klar zu sehen. Dabei ist besonders der Ziliarmuskel gefordert, der ringförmig an der Augenlinse zieht, sie abflacht oder sich wölben lässt und so auf verschiedene Sehentfernungen einstellt.

Achten Sie darauf, dass während der Akkomodationsübung die Atmung fließt, dass Sie also nicht den Atmen anhalten oder stocken lassen. Atmen Sie durch die leicht geöffneten Lippen aus.

 

1. Strecken Sie die linke Hand etwa bis auf halbe Armlänge in Augenhöhe vor sich aus. Blicken Sie auf den emporgestreckten linken Zeigefinger.

2. Halten Sie den Blick auf den Zeigefinger gerichtet, und strecken Sie nun den rechten Arm, soweit es geht, geradeaus von sich, und zwar so, dass sich der emporgestreckte rechte Zeigefinger genau in Ihrer Blickrichtung, also hinter dem linken Zeigefinger, befindet.

3. Wenn Sie den Blick auf den linken Zeigefinger gerichtet lassen, sehen Sie nun drei emporgereckte Zeigefinger:
Der Finger der linken Hand ist in der Mitte. Er erscheint Ihnen so normal wie immer. Die zwei weiteren Zeigefinger (der rechten Hand) rechts und links hinter Ihrem linken Finger scheinen durchsichtig zu sein wie farbige Schatten.

4. Wenn es Ihnen nicht sofort gelingt, diese beiden hinteren Finger zu sehen, bringen Sie den rechten Arm ein wenig mehr nach links oder rechts, und schon werden die beiden "Schattenfinger" vor Ihren Augen erscheinen.

5. Jetzt lösen Sie Ihren Blick vom linken Finger und stellen auf den rechten Finger scharf. Nun erscheint der rechte Finger normal, doch rechts und links davor nehmen Sie zwei schattenhafte zeigefinger (der linken Hand) wahr.

6. Beenden Sie die Übung, indem Sie auf den rechten weiter entfernten Finger blicken. Suchen Sie sich zum Abschluss einen Blickpunkt, der genau in dieser Richtung möglichst weit von Ihnen entfernt ist.

Das kann ein Objekt am anderen Ende des Raumes sein oder ein Blick aus dem Fenster. Stellen oder setzen Sie sich bei dieser Übung so hin, dass Sie nicht auf eine einfarbige Wand oder in eine  Lichtquelle blicken, sondern auf ein entferntes Objekt, das Sie mit den Augen fixieren und scharfstellen können.

7. Wenn Sie nach dieser Blickübung das Gefühl haben, Ihre Augen seien angestengt, dann schließen Sie sofort danach die Übung "Palmieren" an.

Beenden Sie die Akkomodationsübung, indem Sie das Tempo nach und nach zurücknehmen, bis Sie wieder erade nach vorn schauend dastehen.

8. Wenn Sie das Akkomodieren in dieser Form ein wenig geübt haben, können Sie statt der Finger auch andere, beliebige Objekte in Ihrer Blickrichtung vor sich aufstellen und anblicken. Das hat den Vorteil, dass Sie dabei nicht den Schulter-Nacken-Bereich anstrengen müssen und vielleicht, wenn Sie die übung länger machen, verspannen.

9. Schließlich können Sie die Übung des Akkomodierens dann auch in Ihren Alltag übernehmen, indem sie immer, wenn Sie einen Moment nichts zu tun haben, wenn Sie z.B. irgendwo einen Moment warten müssen, Ihren Blick bewusst von einem nahen zu einem ferneren Objekt in Ihrer Blickrichtung hin- und herwandern lassen.

Das eine Objekt sollte dabei möglichst in Ihrem klaren Sehbereich liegen (falls Sie einen klaren Sehbereich haben), das zweite sollte gerade ein wenig in Ihren verschwommenen Sehbereich hineinragen.

 

Akkomodieren = Natürliches Schielen

Können Sie schielen? Als Kind haben sie wahrscheinlich ab und zu spielerisch gechielt, indem Sie Ihre Augen auf die Nasenspitze gerichtet hielten, und haben sich vielleicht an dem Anblick einer veränderten Welt erfreut, in der alles dopelt vor Ihren Augen erschien.

Dieses spielerische Schielen ist eine natürliche Fähigkeit jedes Menschen und hat absolut nichts mit dem Krankheitsbild einer echten Schielproblematik zu tun.

Das natürliche Schielen ist eigentlich ein Akkomodieren, d.h. ein Scharfstellen auf einen bestimmten Blickabstand. Normalerweise stellen sich Ihre Augen stets auf das Objekt scharf, auf das Sie Ihre mentale Aufmerksamkeit richten bzw. die Augen stellen automatisch auf das Objekt scharf, das sich gerade am nächsten in Ihrer Blickrichtung befindet.

Das tun Sie jeden Tag tausendfach, wahrscheinlich ohne je bemerkt zu haben, dass Sie dabei ständig zusätzlich zum angeschauten Objekt davor und dahinter Doppelbilder wahrnehmen können.

 

Die Wirkung der Akkomodations - Blickübung

Sie benutzen bei dieser Akkomodationsübung also nur Ihr normales Sehverhalten. Der Unterschied besteht zum einen darin, dass Sie diese Fähigkeit jetzt bewusst ausüben und steuern und sich dabei auch der Doppelbilder bewusst werden, und dass Sie dieses bewusste Sehen mit einer fließenden Atemweise durchführen. So gewöhnen Sie es sich ab, unbewusst beim Wechsel des Blicks und des Scharftellens die Atmung zu blockieren und anzuhalten. (Dass und wie häufig Sie unbewusst die Atmung anhalten, wird Ihnen erst so richtig auffallen, wenn Sie diese Übung durchführen!)

Zum anderen ist diese Augenübung und Blickübung ein gutes Training für Ihre Ziliarmuskeln, für jene haarfeinen Muskelbänder, die die Wölbung Ihrer Linse mitbestimmen und dadurch das gesehene Bild in einer bestimmten Entfernung scharf stellen.

Menschen mit einer echten, also krankhafen Schielproblematik sind nicht fähig, bei dieser Akkomodationsübung Doppelbilder wahrzunehmen. Trotzdem können sie natürlich die Ziliarmuskeln durch das Blicken von fern auf nah und zurück auf fern trainieren.

 

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Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg mit Ihrem Sehtraining und ein baldiges besseres Sehvermögen!

die Sehtrainerin

Alle hier vorgestellten Übungen sind seit vielen Jahren in der Praxis erprobt und nach bestem Wissen zusammengestellt und beschrieben. Das befolgen dieser Anleitungen geschieht natürlich trotzdem in eigener Verantwortung des Benutzers dieser Website und auf eigene Gefahr. Der Gesamt-Gesundheitszustand und mögliche Einschränkungen aufgrund von Erkrankungen müssen vom Benutzer in Eigenverantwortung bedacht und mit dem behandenden Arzt abgesprochen werden.

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